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Sarkozy setzt ­Bonusverzicht durch

Paris. Nach massivem Druck von Staatspräsident Nicolas Sarkozy haben Frankreichs Bankenchefs geschlossen von ihren Bonuszahlungen Abstand genommen. »Die Manager der unterschiedlichen Institute haben auf ihre variable Vergütung für 2008 verzichtet«, sagte der Präsident des französischen Bankenverbandes FBF, Georges Pauget, am Dienstag abend nach einem Treffen mit Sarkozy in Paris. Im Gegenzug erklärte sich der Staat bereit, den Banken eine weitere Finanzspritze von 10,5 Milliarden Euro bereitzustellen. Sarkozy hatte vergangene Woche die Bonuszahlungen ins Visier genommen. »Wir müssen diesen Praktiken ein Ende setzen, die zu Recht Empörung bei den Franzosen auslösen«, hatte er gesagt. Er machte darauf die Auszahlung der zweiten Milliardentranche für die Banken von dem Verzicht abhängig. Bis Dienstag hatte jedoch noch das Topmanagement der Banken Société Générale und Crédit Agricole Widerstand gegen den staatlich auferlegten Gehaltsverzicht geleistet.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.01.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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