Zum Inhalt der Seite

Berlins Pseudoschloß erhält Italo-Touch

Berlin. Ein Italiener baut das sogenannte Humboldt-Forum in Berlin. Der Architekt Francesco Stella aus Vicenza habe den Wettbewerb vor 30 Mitbewerbern gewonnen, gab Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee am Freitag bekannt. Der Siegerentwurf ähnelt stark dem Original des 1945 zerstörten und 1950 gesprengten Stadtschlosses – was politische Vorgabe war.

Das geplante Bauwerk entsteht dort, wo zuletzt der Palast der Republik stand. Der Sitz der DDR-Volkskammer wurde 1990 geschlossen und galt im politisch korrekten Medienton als »asbestverseucht«. Inzwischen ist der Bau dem Erdboden gleichgemacht worden. Das dort entstehende Pseudoschloß – offiziell wird von Wiederaufbau gesprochen – soll mehr als eine halbe Milliarde Euro kosten. (AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 29.11.2008, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!