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Telekomaffäre zieht weitere Kreise

Düsseldorf. In der Spitzelaffäre bei der Deutschen Telekom gibt es neue Erkenntnisse. Der Konzern soll zwischen 2005 und 2006 Telefonverbindungsdaten von mindestens 60 Personen erhoben und ausgewertet haben, sagte der Bonner Oberstaatsanwalt Fred Apostel am Dienstag abend der Nachrichtenagentur AP. Er bestätigte damit einen Bericht des Stern. Für in dem Bericht geäußerte Vermutungen, daß sich die Sicherheitsabteilung der Telekom auch Zugang zu den Inhalten der Gespräche oder zum Mail-Verkehr verschafft habe, gibt es laut Apostel jedoch keine Hinweise. Betriebsrat Wolfgang Borkenstein, der laut Stern ebenfalls ausgespäht wurde, wird in dem Nachrichtenmagazin mit den Worten zitiert: »Ich gehe davon aus, daß auch abgehört wurde. Verbindungsdaten machen doch sonst gar keinen Sinn.« Neu auf der Liste der ausgespähten Personen sind unter anderem das DGB-Bundesvorstandsmitglied Dietmar Hexel sowie zwei ehemalige Vorstandssekretärinnen des Konzerns, darunter die des früheren Vorstandschefs Kai-Uwe Ricke. Dieser hat mittlerweile eingeräumt, die Erfassung der Verbindungsdaten veranlaßt zu haben, um »undichte Stellen« im Unternehmen ausfindig zu machen. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt in der Affäre gegen acht Beschuldigte, darunter auch den Exaufsichtsvorsitzenden Klaus Zumwinkel. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.11.2008, Seite 4, Inland

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