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Über 80 Ziviltote durch US-Angriff

Kabul/Herat. Nach dem Tod von vermutlich mehr als 80 Zivilisten in Afghanistan sind zwei hochrangige Armeekommandeure aus dem Dienst entfernt worden. Der von den westlichen Besatzungsmächten gestützte Präsident Hamid Karsai habe General Dschalandar Schah Behnam und den Kommandeur Abdul Dschabar wegen »Nachlässigkeit« und »Zurückhaltung von Informationen« entlassen, teilte das Präsidialamt am Sonntag in Kabul mit.

Die genaue Zahl der Todesopfer, die die Angriffe von US-Airforce und afghanischen Hilfstruppen am Donnerstag in der Provinz Herat gefordert hatten, war am Wochenende weiter unklar. Karsai erklärte, daß bei der »tragischen« und »unverantwortlichen« Militäraktion mindestens 89 Zivilisten getötet worden seien. Zuvor hatte die afghanische Regierung von 76 toten Zivilisten gesprochen. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben war zunächst nicht möglich. (AP/AFP/jW)

* Siehe auch Bericht »Die Katastrophe von Asisabad«

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.08.2008, Seite 1, Ausland

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