Zum Inhalt der Seite

Freddie Mac macht deutliche Verluste

New York. Der angeschlagene US-Hypothekenriese Freddie Mac ist im zweiten Quartal deutlich tiefer in die roten Zahlen gestürzt als erwartet. Das halbstaatliche Institut wies einen Verlust von 821 Millionen Dollar (530,8 Millionen Euro) oder 1,63 Cent je Aktie aus. Das Minus fiel damit dreimal höher aus als von Branchenbeobachtern vorhergesagt. Im Vorjahreszeitraum hatte Freddie Mac noch einen Gewinn von 739 Millionen Dollar erzielt.

Der Umsatz sackte von 2,34 auf 1,69 Milliarden Dollar ab. Wegen der wachsenden Zahl von US-Verbrauchern, die ihre Hypothekenkredite nicht mehr bedienen können, mußte das Institut seine Kreditrisikovorsorge deutlich auf 2,5 Milliarden Dollar erhöhen.
Anzeige

Freddie Mac und das Schwesterunternehmen Fannie Mae kaufen Immobilienkredite kleinerer regionaler Banken und haben so einen gewaltigen Berg an Schuldpapieren angehäuft. Zusammen sitzen sie auf rund der Hälfte der in den USA ausstehenden Hypotheken. Erst jüngst hatte der US-Kongreß beschlossen, bei Bedarf beiden Unternehmen eine Finanzspritze zu geben.

(AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.08.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!