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Neue Offensive gegen die PKK in der Türkei

Ankara. Mit der größten Offensive seit Jahresbeginn geht die türkische Armee seit dem Wochenende mit 20000 Soldaten, Panzern und Kampfhubschraubern gegen kurdische Guerillakämpfer der Arbeiterpartei Kurdistans PKK vor. Rund 8000 Soldaten sind in der Re­gion Bingöl im Inneren der Osttürkei im Einsatz. Hier hatten Kämpfer der PKK in einer Vergeltungsaktion für ihren zuvor im Kampf gefallenen Kommandeur Adil Amed vor einer Woche das Stadtzentrum der Kleinstadt Adakli gestürmt, das Polizeipräsidium und das Landratsamt beschossen und mehrere Soldaten getötet. Der Generalstab meldete den Tod von acht Soldaten in der Region Bingöl innerhalb einer Woche.

Auf die neue Militäroffensive reagierte die Guerilla mit Sabotageakten gegen die Infrastruktur. Am Wochenende wurde ein Zug, der militärische Güter von Elazig nach Van brachte, bei Bingöl mit einer ferngelenkten Bombe zum Entgleisen gebracht. Die kurdischen Volksverteidigungskräfte HPG bekannten sich auch zu einem Anschlag auf eine aus dem Iran kommende Erdgaspipeline bei Dogubeyazit.
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Rund 15000 Soldaten sind im türkisch-iranisch-irakischen Grenzgebiet in den Provinzen Sirnak und Hakkari im Einsatz gegen die Guerilla.
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.05.2008, Seite 2, Inland

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