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StudiVZ-Profite

»Richtig los geht’s mit dem Verdienen 2009«, versprach StudiVZ-Geschäftsführer Marcus Riecke in einem Interview mit Spiegel online vom Mittwoch. StudiVZ ist ein Studenten-Netzwerk. In manchen Monaten werden hier mehr Seiten aufgerufen als in den Internetangeboten von Spiegel, Bild und Telekom zusammen. Seit Januar 2007 gehört das Netzwerk dem Holtzbrinck-Verlag. Profitabel soll es durch »personalisierte Werbung« werden. Wer auf StudiVZ Werbung schaltet, kann sich seine Adressaten seit kurzem aussuchen: Alter, Geschlecht, Wohnort und Studienrichtung. »Diese vier Kriterien sind den Werbekunden am wichtigsten«, sagt Riecke. Wo welche Werbung ankommt, wird über die Mitgliederprofile gesteuert. Um Klagen vorzubeugen, hat das Portal seine Geschäftsbedingungen geändert. »Weit über 90 Prozent« der fünf Millionen Mitglieder haben laut Riecke der Speicherung persönlicher Daten bereits zugestimmt. Das hat Folgen, die weit über die Werbung hinausgehen. Was machen Sie, wenn ein Staatsanwalt Klarnamen zu 30 Fotos aus StudiVZ-Profilen verlangt, die Leute anscheinend beim Kiffen zeigen? wird Riecke gefragt. Die Antwort: »Gott sei Dank dürfen wir bei Ermittlungsersuchen solche Daten nun herausgeben.« (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.02.2008, Seite 12, Feuilleton

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