Der Anschlag von Orlando und die unterschiedlichen Reaktionen haben etwas hervorgebracht: das Bewusstsein, dass es mit der wachsenden Akzeptanz nicht automatisch immer weitergehen muss
Vater hat nie über den Tod gesprochen. Er sah nie voraus, lebte, als gäbe es kein Morgen für ihn. Früher ging er angeln, glaubte daran, einmal einen guten Fang zu machen. Zuletzt wühlte er nur noch in der Vergangenheit.
Abel hat bei den Berliner Spartakisten gekämpft. Jetzt bekam er einen Brief aus Deutschland mit schlimmen Neuigkeiten. Die Polizei hat seine ehemalige Schule, das Bauhaus in Steglitz, geschlossen.
Ein Polizeiwagen fuhr langsam die Green Street entlang und bog rechts ab in die Powell Street, als ich dem Parkwächter meine Schlüssel aushändigte und das Ristorante Italiano betrat.
Während ich auf den Anruf wartete, schwebten Rauchkringel meiner Zigarette durch die Hochhauswohnung, von der aus ich einen schönen Blick auf die sanften Hügel im Süden der Stadt hatte.
Jahrelang hat mich diese Angst begleitet. Es war die Angst, dass sich der Boden unter meinen Füßen auftut und mich verschluckt, dass ich falle und falle, in die Zeit, in den Raum.
Im Jahre 1960 wurde beschlossen, eine deutsche Fassung von Joris Ivens’ »The Spanish Earth« (1937) herzustellen. Doch was wusste das Publikum vom Spanischen Bürgerkrieg und von Ivens?
Da sah Ivens, dass es das, was er »militanten Realismus« nannte, nicht nur auf seinem Gebiet und in der Literatur gab, sondern auch in Malerei und Grafik.
Kaum hatte er begriffen, was er da sah, riss sich Schlademann von dem Anblick los. Denn er scheute von jeher die Anstrengungen, die ihn ein Einmischen in fremde Angelegenheiten kosten könnte.
An einem warmen Freitag im Frühling beschließen wir, ein Wesen zu werden. Vor zwei Jahren sind wir aufs Land gezogen, die Angst aber ist nicht verschwunden.