Die japanische Währung ist ein Beispiel dafür, dass Wechselkurse nicht vom Warenstrom, sondern vom Kapitalverkehr bestimmt werden: Die niedrigen Zinsen in Japan veranlassen dazu, in Yen billige Kredite aufzunehmen, um in anderen Ländern rentierliche Finanzprodukte zu erwerben.
Die Asienkrise von 1997 verursachte in Südkorea einen Wirtschaftseinbruch weit stärker, als ihn 2007–2009 der Rest der Welt erlebte. Nun erlebt das Land einen neuen Investitionsboom. So sind Hynix und Samsung im Lauf der vergangenen Monate in den exklusiven KI-Klub aufgestiegen.
Für China bleibt es eine vernünftige Strategie, die Kapitalverkehrskontrollen beizubehalten. Für den Rest der Welt ist es vermutlich auch von Vorteil. Ein noch viel billigerer Yuan würde die noch verbliebenen Industrien in den altkapitalistischen Ländern wegfegen.
Als der Crash am 19. Oktober 1987 eintrat, war die Angst vor einer Weltwirtschaftskrise wie der von 1929 gegenwärtig. Präsident Reagan hatte erst zwei Monate vorher einen gewissen Alan Greenspan zum Präsidenten der US-Notenbank »Fed« ernannt. Ein Nachruf.
Meloni, Macron und Merz fanden sich direkt nach dem tollen G7-Treffen in Évian am Donnerstag und Freitag in Brüssel wieder. Es sollte bei den dort versammelten EU-Chefs um »makroökonomische Ungleichgewichte« gehen.
Noch nie zuvor hat ein frisch an die Börse kommendes Unternehmen so wenig Gewinn gemacht wie Space X. Doch weil am verrückten Kursaufschwung im Moment fast alle Finanzfirmen profitieren, machen auch fast alle bei den verrückten Exzessen dieser Space-X-Emission mit.
Wie töricht war es, der steigenden Inflation mit steigenden Zinsen hinterherzuhecheln! Es hatte einer Anhebung der Zinsen nicht bedurft, um die ohnehin schwach gewordene Konjunktur in der Euro-Zone (und besonders in Deutschland) noch zusätzlich abzubremsen.
Die Weisen wissen, was die Zukunft bringen wird. Nichts Gutes. Ihr Rezept: Die Ausgaben der Sozialversicherungen müssen zügig gekappt werden, sonst steht das Ende des deutschen Wirtschaftslebens bevor.
Die Zinsen sind weltweit gestiegen, was normalerweise mit einem Abwärts an den Aktienmärkten einhergeht. Darum ist es verblüffend, dass es an den US-Börsen so steil bergauf geht.
Berlin sollte Unicredit und Herrn Orcel dankbar für dieses unfreundliche Kaufangebot sein. Es anzunehmen und die Unicredit-Aktien zu verkaufen, könnte bis zu fünf Milliarden Euro in die Bundeskasse spülen.