Trotz US-Handstreich und jüngstem Deal in Venezuela stockt die Ölversorgung, auch die Straße von Hormus ist nach wie vor blockiert. Dass es trotzdem zeitweise Preisrückgänge gab, hat vor allem mit der Selbstversorgung der großen Verbraucherländer USA und China zu tun.
Juhu, die Lage der BRD-Wirtschaft ist weniger schlecht als angenommen. Im zweiten Quartal des Jahres ist das Bruttoinlandsprodukt nicht um zunächst kalkulierte 0,2, sondern um hübsche 0,3 Prozent gewachsen.
Es gibt für die US-Staatsschulden keine wirkliche Alternative. Das bedeutet, dass die Kurse und Renditen der Staatsanleihen anderer Länder sich fast immer parallel zu denen der US-Bonds bewegen.
Mit der Auswechslung des Verkehrsministers straft Merz einen Mann ab, der seinen Wünschen offensichtlich nicht schnell genug nachkam. Die bestehen darin, das deutsche Straßenverkehrswesen für die Privatkapitalspekulation zu öffnen.
Wenn Vermögen schneller wächst als die Realwirtschaft, entsteht Reichtum, der nur auf dem Papier glänzt – und McKinsey warnt bereits vor der fälligen Abwertung dieser aufgeblähten Finanzblase.
US-Finanzminister Scott Bessent will die Geldzufuhr aus Fernost in Gang halten. Die japanische Landeswährung soll daher zum US-Dollar an Wert gewinnen. Die japanischen Monopole benötigen ohnehin keinen schwachen Yen mehr.
Der neue Chef der Fed macht das, wofür Trump seinen Vorgänger loswerden wollte: Er lässt den Leitzins unverändert. So falsch dürfte er mit seiner Entscheidung nicht gelegen haben.
Die Krise der deutschen Vorzeigebranche: lange diskutiert, lange bekannt und lange schon absehbar. Die vor Jahren ausgerufene Strategie, sich aufs »Premiumsegment« zu konzentrieren, ist gescheitert. Der Rückbau der Produktionskapazitäten ist aus Kapitalsicht folgerichtig.
Die japanische Währung ist ein Beispiel dafür, dass Wechselkurse nicht vom Warenstrom, sondern vom Kapitalverkehr bestimmt werden: Die niedrigen Zinsen in Japan veranlassen dazu, in Yen billige Kredite aufzunehmen, um in anderen Ländern rentierliche Finanzprodukte zu erwerben.
Die Asienkrise von 1997 verursachte in Südkorea einen Wirtschaftseinbruch weit stärker, als ihn 2007–2009 der Rest der Welt erlebte. Nun erlebt das Land einen neuen Investitionsboom. So sind Hynix und Samsung im Lauf der vergangenen Monate in den exklusiven KI-Klub aufgestiegen.
Für China bleibt es eine vernünftige Strategie, die Kapitalverkehrskontrollen beizubehalten. Für den Rest der Welt ist es vermutlich auch von Vorteil. Ein noch viel billigerer Yuan würde die noch verbliebenen Industrien in den altkapitalistischen Ländern wegfegen.
Als der Crash am 19. Oktober 1987 eintrat, war die Angst vor einer Weltwirtschaftskrise wie der von 1929 gegenwärtig. Präsident Reagan hatte erst zwei Monate vorher einen gewissen Alan Greenspan zum Präsidenten der US-Notenbank »Fed« ernannt. Ein Nachruf.