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Asylschikanen angeprangert

Berlin. Die Kinderschutzorganisationen Terres des hommes und Kindernothilfe haben der Bundesregierung Menschenrechtsverstöße im Umgang mit ehemaligen Kindersoldaten vorgeworfen. In Deutschland lebten Schätzungen zufolge mindestens 500 frühere Kindersoldaten, die komplizierte und belastende Asylverfahren durchlaufen müßten, erklärten die Organisationen am Freitag in Berlin bei der Vorstellung ihres »Schattenberichtes Kindersoldaten«. Fluchtgründe wie Zwangsrekrutierung, Mißbrauch oder die Ermordung der Eltern spielten asylrechtlich keine Rolle. Die Bundesregierung verstoße damit gegen die UN-Kinderrechtskonvention. »Der Umgang der deutschen Behörden mit geflüchteten Kindersoldaten ist beschämend«, erklärte Ralf Willinger von Terre des hommes. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.12.2007, Seite 4, Inland

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