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Sozialforum in Cottbus

170 Veranstaltungen und 1500 Teilnehmer

»Ein anderes Europa ist möglich« heißt es beim zweiten deutschen Sozialforum in Cottbus. Die Themen vom 18. bis 21. Oktober sind von den Anliegen der sozialen Bewegungen, Umweltinitiativen und Friedensgruppen geprägt. Diskussionsschwerpunkte sind die Friedenspolitik und die Bundeswehreinsätze in Afghanistan. Es geht um Arbeitswelt und Menschenwürde, um ökologische und soziale Verantwortung, um Teilhabe, Wiederaneignung und »Anders leben«. Rund 1500 Teilnehmer werden erwartet. Etwa 170 Konferenzen, Workshops und Seminare soll es während des viertägigen Treffens geben. Prominente Parlamentarier sollen mit den Kritikern der neoliberalen Politik konfrontiert werden. Die G-8-Gegendemonstranten wollen die Frage »Wie weiter nach Heiligendamm…?« debattieren. Zur Eröffnungsveranstaltung am heutigen Donnerstag um 18 Uhr in der Stadthalle werden die Schriftstellerin Daniela Dahn, der Mitbegründer der Weltsozialforen, Chico Whittacker und der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) erwartet. Auch Oskar Lafontaine, Parteivorsitzender und Bundestagsfraktionschef der Linken, ist angesagt.

Zentral gelegene Veranstaltungsorte sind die Stadthalle, die Universität und das Oberstufenzentrum I. Erwünscht ist ausdrücklich, daß die Bevölkerung aus Cottbus und Umgebung teilnimmt. Gäste aus Polen und Tschechien unterstreichen mit ihren Anliegen die Internationalität dieses Gedankenaustauschs über den Zustand unserer Gesellschaft und die Möglichkeit zu ihrer Veränderung. Vertreterinnen des schwedischen Sozialforums werden über das nächste Europäische Sozialforum in Malmö 2008 informieren. Die Vorbereitung des gemeinsamen globalen Aktionstags des Weltsozialforums im Januar 2008 wird von den Versammlungen sozialer Bewegungen thematisiert. Das genaue Programm ist auf der Internetseite sozialforum2007.de einzusehen.
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(düp)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.10.2007, Seite 3, Schwerpunkt

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