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Bsirske kritisiert Arbeitsagentur

Berlin. Im Skandal um den unbezahlten Einsatz von Arbeitslosengeld-II-Beziehern als »Praktikanten« hat ver.di-Chef Frank Bsirske die Bundesregierung »umgehend« zum Handeln aufgefordert. Es sei unhaltbar, daß es Arbeitsverwaltungen gebe, die diese Praxis nicht nur duldeten, sondern regelrecht betrieben. »Das mittlerweile erreichte Ausmaß an Geschäftemacherei vor Ort ist erschreckend«, erklärte Bsirske am Dienstag. Es gebe Betriebe, in denen mehr als zehn Prozent der Beschäftigten mit vagen Aussichten auf einen möglicherweise befristeten Arbeitsvertrag bei gleichzeitiger Bedrohung ihrer Mindestsicherung monatelang arbeiten müßten – nur um nach Ende des »Praktikums« durch den nächsten Langzeiterwerbslosen ersetzt zu werden. »Die Menschen werden letztlich gezwungen, jene regulären Arbeitsplätze zu vernichten, die sie eigentlich vermittelt bekommen müßten.« Das Bundesarbeitsministerium sei aufgerufen, dem weitverbreiteten rechtswidrigen Agieren auf Kosten der Staatskasse entgegenzutreten.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.08.2007, Seite 1, Inland

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