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08.08.2007
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Haftstrafe für NPD-Funktionär
Friedberg. Wegen Volksverhetzung muß der hessische NPD-Chef und Wetterauer Kreistagsabgeordnete Marcel Wöll für vier Monate ins Gefängnis. Das Amtsgericht im mittelhessischen Friedberg befand den 24jährigen am Dienstag für schuldig, bei einer Sitzung des Kreistags im vergangenen März den Holocaust geleugnet zu haben. Laut Anklage hatte Wöll in der Haushaltsdebatte des Parlaments gefordert, die Zuschüsse für Schülerfahrten zum früheren Vernichtungslager Auschwitz zu streichen. Es handele sich um Fahrten zu »Stätten des sogenannten nationalsozialistischen Terrors«, bei denen mit den Schülern »Gehirnwäsche« betrieben werde. Die Staatsanwaltschaft hatte für den bereits mehrfach vorbestraften Wöll sechs Monate Gefängnis verlangt. (ddp/jW)
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