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Bundeswehr späht aus dem Orbit

Bremen/Plessezk. Auch der zweite deutsche Spionagesatellit des SAR-Lupe-Systems für die Bundeswehr funktioniert einwandfrei. Wie die Bremer OHB-System AG als Hauptauftragnehmer am Dienstag mitteilte, wurde bereits 92 Minuten nach dem Start am Montag abend um 21.38 Uhr MESZ vom nord­russischen Weltraumbahnhof Plessezk der direkte Kontakt zwischen Kontrollzentrum und Satellit hergestellt. Ein erstes Highlight sei das erfolgreiche Ausklappen des Antennenarms gewesen. Die Satellitenkontrolle liegt derzeit in den Händen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen. Die Bodenstation der Bundeswehr in Gelsdorf verfolgt den Satelliten parallel und übernimmt den Betrieb Ende Juli. Das System, das zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter scharfe und hochauflösende Bilder von jedem Winkel der Erde liefern soll, kann laut OHB-System bereits jetzt von der Bundeswehr genutzt werden. Seit Dezember 2006 befindet sich der erste SAR-Lupe-Satellit in der Erdumlaufbahn. Er liefere hervorragende Bilder und arbeite sehr erfolgreich und zuverlässig, betonte OHB-System. Die verbleibenden drei Satelliten des Systems folgen in Abständen von vier bis fünf Monaten. Das Gesamtsystem soll 2008 fertig gestellt sein. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.07.2007, Seite 4, Inland

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