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Arbeitskampf

Handelsunternehmen legen Tarifrunde in vier Ländern auf Eis

Foto: Federico Gambarini/dpa
Kollegen im Einzelhandel sind in Stimmung für den Kampf um einen neuen Tarifvertrag

München. In der diesjährigen Tarifrunde im Einzelhandel haben die Unternehmer die Verhandlungen in vier Bundesländern vorerst auf Eis gelegt, berichtete dpa am Montag. Die anstehenden Gesprächsrunden in Bayern, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Berlin-Brandenburg seien abgesagt, wie der Handelsverband Bayern (HBE) gleichentags mitteilte. Die Kapitalseite wirft dem Verdi-Bundesvorstand vor, eine Einigung in Baden-Württemberg unterlaufen zu haben –Verdi hatte in der Lebensmittelzeitung bereits widersprochen. Bundesweit gab es in den vergangenen Wochen zahlreiche Warnstreiks. Der bayerische Verdi-Landesbezirk kündigte eine Ausweitung der Arbeitsniederlegungen an.

Die jüngsten Entwicklungen zeigten, dass in anderen Tarifgebieten vor Ort ausgehandelte Kompromisse am Verdi-Bundesvorstand scheitern, kritisierte die HBE-Tarifgeschäftsführerin Melanie Eykmann. »Unter diesen Voraussetzungen sehen wir derzeit keine Grundlage für zielführende Verhandlungen in Bayern«, meinte Verbandssprecher Bernd Ohlmann.

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Verdi widersprach: Es gebe keinen entsprechenden Beschluss des Bundesvorstandes, sagte eine Sprecherin in Berlin. Der bayerische Verdi-Verhandlungsführer Thomas Gürlebeck sprach von einem »Skandal«. Klar sei, »wir werden unsere Streiks ausweiten und gemeinsam mit den Beschäftigten für einen angemessenen Tarifabschluss kämpfen.« (dpa/jW)

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Erschienen am 14.07.2026, Inland

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