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Weitere Vorwürfe gegen Geheimdienst

Dresden. Im Zusammenhang mit der sächsischen Korruptionsaffäre werden weitere Vorwürfe gegen den Geheimdienst laut. So soll der sächsische Verfassungsschutz bei seinen Ermittlungen gegen das organisierte Verbrechen und dessen Verbindungen zur Politik offenbar gegen das Gebot der Trennung zwischen Geheimdienst und Polizei verstoßen haben. Laut einem Vorabbericht des Focus nutzten die Verfassungsschützer einen hochrangigen Leipziger Kriminalbeamten als geheimen Informanten für ihre Ermittlungen.

Norbert Juretzko, ein ehemaliger Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes, äußerte unterdessen Zweifel an der Darstellung des sächsischen Verfassungsschutzes, wonach Akten durch den Geheimdienst vernichtet worden seien. Der Leipziger Volkszeitung (Samstagausgabe) sagte er: »Es schmeißt doch keiner ganze Akten in den Schredder«.
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Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) hatte eingeräumt, daß im Landesamt für Verfassungsschutz Ende April etwa 40 Ordner mit Kopien von Strafakten der Staatsanwaltschaft geschreddert wurden.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.07.2007, Seite 5, Inland

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