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Infostände in leeren Gassen

Seitens der Ämter werden Bürgern Steine in den Weg gelegt, wenn sie sich engagieren wollen. Einen Infostand mitten auf dem Schloßplatz in Frankfurt-Höchst? Dafür gibt es vom Frankfurter Ordnungsamt keine Genehmigung. Informieren dürfe sie einzig in abgelegenen, meist menschenleeren Gassen. Das mußte die Aktivistin Wiltrud Pohl erfahren.

Anderes Beispiel: Vor einem Jahr kamen vom 30. Juni bis zum 2. Juli etwa 500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf Anregung einer jungen Frankfurterin namens Aitak Barani zusammen, um ein antirassistisches Fußballturnier samt Stadtteilfest zu feiern. Eine tolle Idee, doch das dicke Ende ließ nicht lange auf sich warten. Statt der anfänglich verlangten Gebühr von 50 Euro berechnete das Grünflächenamt plötzlich 625 Euro. Begründung: Die Gebührenerhöhung sei der Veranstalterin deshalb aufgebrummt worden, weil es nicht durchgängig ein Stadtteilfest, sondern teils eine private Feier und dann eine politische Veranstaltung gewesen sei, teilte das Amt spitzfindig mit.
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(düp)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.07.2007, Seite 3, Schwerpunkt

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