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26.06.2007
- → Feuilleton
Leise Servus
Von Judith Taudien
Die Kulisse hat was Unheimliches: Orange leuchtet eine Zeltbühne auf einem Laichbecken, spiegelt sich im Wasser. Dunkel und groß im Hintergrund: der ehemalige Pionierpalast in der Wuhlheide, Berlin-Köpenick. Musik liegt über der Szenerie, ruhig bis melancholisch. Die Bands sind nicht zu sehen. Was passiert, wird mit einer kleinen Handkamera aufgenommen. Die verwackelten Bildern werden an die Außenwand des Zeltes projiziert. Davor trinken junge Leute Bier, lachen und trommeln im Takt auf ihren Knien.
Zum fünften und letzten Mal veranstaltete das Berliner Plattenlabel Sinnbus am Wochenende sein »Seefa-Festival für Elektronika und Postrock«. »Wir wußten, daß es wohl das letzte Seefa wird«, sagt Mitveranstalter Peter Kruse, »und das sollte in seiner Art noch einmal etwas ganz Besonderes sein«. Das kleine Festival fand ausnahmsweise an zwei Abenden statt. Insgesamt traten zehn Bands auf, darunter We Are Soldiers We Have Guns aus Schweden, Soap&Skin aus Österreich, Zerova aus Polen und Bodi Bill von Sinnbus.
Alles »Musik von Leuten, die man selber mag«, so Johannes Ruthenberg, ebenfalls Mitveranstalter. Man wolle »tolle Partys schaffen, von denen man sich wünscht, daß andere sie für einen selber veranstalten«.
Die Internationalität des Line-Ups war der Grund für die EU, Fördergelder zu bewilligen. So konnte man das letzte Seefa an diesem kalten, verregneten Wochenende bei freiem Eintritt besuchen. Mit dem Abschiedsschmerz ist das im übrigen halb so wild: Die Jungs von Sinnbus veranstalten auch weiter ständig Konzerte und bringen eine CD nach der anderen heraus.
Zum fünften und letzten Mal veranstaltete das Berliner Plattenlabel Sinnbus am Wochenende sein »Seefa-Festival für Elektronika und Postrock«. »Wir wußten, daß es wohl das letzte Seefa wird«, sagt Mitveranstalter Peter Kruse, »und das sollte in seiner Art noch einmal etwas ganz Besonderes sein«. Das kleine Festival fand ausnahmsweise an zwei Abenden statt. Insgesamt traten zehn Bands auf, darunter We Are Soldiers We Have Guns aus Schweden, Soap&Skin aus Österreich, Zerova aus Polen und Bodi Bill von Sinnbus.
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Alles »Musik von Leuten, die man selber mag«, so Johannes Ruthenberg, ebenfalls Mitveranstalter. Man wolle »tolle Partys schaffen, von denen man sich wünscht, daß andere sie für einen selber veranstalten«.
Die Internationalität des Line-Ups war der Grund für die EU, Fördergelder zu bewilligen. So konnte man das letzte Seefa an diesem kalten, verregneten Wochenende bei freiem Eintritt besuchen. Mit dem Abschiedsschmerz ist das im übrigen halb so wild: Die Jungs von Sinnbus veranstalten auch weiter ständig Konzerte und bringen eine CD nach der anderen heraus.
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