-
15.05.2026
- → Feuilleton
Nachschlag: Entwicklungsroman
Barbie | Mi., 20.15 Uhr, RTL
Wie das gesprochene Wort kann Barbie im Grunde alles bedeuten, was eine jeweilige Benutzerin mit ihr macht, anstellt, ihr anzieht und antut. Darüber hinaus hat es im Rahmen des Produktdesigns der Firma Mattel selbst schon diverse Serien und Prototypen gegeben. Es gibt demnach viele Barbies. Darunter auch gescheiterte, kaputte, depressive. Die Hauptfigur, der Anfang und das Ende, ist freilich »stereotypical Barbie« (Margot Robbie). Neben ihr gibt es eine Präsidentinnen-Barbie, eine Doctor-Barbie, eine »weirde« Barbie, sogar eine Proust-Barbie erscheint. Das ist eine, die großes Erinnerungsvermögen hat. In der Logik der Filmhandlung dominiert aber eher eine Albertine-Barbie; also eine, die in permanenter Bewegung ist. Fahrrad, Auto, Flugzeug. Zu dieser Art Humor gehört auch, dass unvermittelt von alten (Post-)Punkbands wie Wire oder The Fall die Rede ist oder plötzlich Ausschnitte aus der BBC-Adaption von »Stolz und Vorurteil« von 1995 das Bild beherrschen. All das gehört zu Barbies außergewöhnlichem Bildungsprogramm. (aha)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!