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Nachschlag: Entwicklungsroman

Barbie | Mi., 20.15 Uhr, RTL

Foto: Capital Pictures/IMAGO
Stereotypical Barbie: Margot Robbie

Wie das gesprochene Wort kann Barbie im Grunde alles bedeuten, was eine jeweilige Benutzerin mit ihr macht, anstellt, ihr anzieht und antut. Darüber hinaus hat es im Rahmen des Produktdesigns der Firma Mattel selbst schon diverse Serien und Prototypen gegeben. Es gibt demnach viele Barbies. Darunter auch gescheiterte, kaputte, depressive. Die Hauptfigur, der Anfang und das Ende, ist freilich »stereotypical Barbie« (Margot Robbie). Neben ihr gibt es eine Präsidentinnen-Barbie, eine Doctor-Barbie, eine »weirde« Barbie, sogar eine Proust-Barbie erscheint. Das ist eine, die großes Erinnerungsvermögen hat. In der Logik der Filmhandlung dominiert aber eher eine Albertine-Barbie; also eine, die in permanenter Bewegung ist. Fahrrad, Auto, Flugzeug. Zu dieser Art Humor gehört auch, dass unvermittelt von alten (Post-)Punkbands wie Wire oder The Fall die Rede ist oder plötzlich Ausschnitte aus der BBC-Adaption von »Stolz und Vorurteil« von 1995 das Bild beherrschen. All das gehört zu Barbies außergewöhnlichem Bildungsprogramm. (aha)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.05.2026, Seite 14, Feuilleton

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