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Gift-Dorschleber weiter im Handel

Berlin. Trotz Warnungen vor möglichen Gesundheitsgefährdungen durch dioxinverseuchte Dorschleberkonserven, haben die zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden weder die betroffenen Händler zu Rückrufaktionen aufgefordert noch die Verbraucher zum Verzicht auf die Produkte aufgefordert. Das berichtete am Donnerstag die Verbraucherorganisation foodwatch, die vor rund zwei Wochen die Ergebnisse eigener Messungen veröffentlicht hatte. foodwatch bezeichnete es als »Skandal, daß die Gesundheit der Bürger mit amtlicher Genehmigung derart gefährdet wird«. Auch einige Lebensmittelkonzerne handelten verantwortungslos. So sehe der Metro-Konzern offenbar keine Veranlassung, die Artikel aus den Regalen zu entfernen. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.06.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

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