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Seehofer soll zurücktreten

Hamburg/München. Nach seinen Andeutungen über das Privatleben von Parteifreunden ist Horst Seehofer als CSU-Vize und Bundesverbraucherschutzminister in den eigenen Reihen unter Druck geraten. Parteifreunde forderten Seehofer am Wochenende auf, die Kandidatur als Parteichef, sein Berliner Ministeramt und seinen Posten als CSU-Vize aufzugeben. Seehofer strebt wie der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber die Nachfolge von Edmund Stoiber als CSU-Chef an.

Für den Fall seines Rücktritts soll laut Bild am Sonntag CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer das Ministerium übernehmen. Kanzlerin Angela Merkel habe bereits Unterstützung für diese Personalie signalisiert, schreibt das Blatt. Seehofer selber schloß eine Demission in der Zeitung kategorisch aus. Er halte entsprechende Forderungen für »völlig unbegründet und auch für unfair«. Er werde auf dem Parteitag zu diesen Vorgängen Stellung nehmen »und dann müssen die Delegierten entscheiden«.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2007, Seite 5, Inland

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