Zum Inhalt der Seite

Netzentflechtung gefordert

Frankfurt/Main. Die jüngsten Zahlen zur Strompreisentwicklung in Deutschland sind nach Ansicht von Konsumentenschützern ein Beweis für eine halbherzige Marktöffnungspolitik. Nach Einschätzung des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen ist »für mehr als zwei Drittel der Preissteigerungen die Stromwirtschaft verantwortlich«, wie die Frankfurter Rundschau am Dienstag berichtete.

Vzbv-Energiexperte Holger Krawinkel nannte es »fatal, daß eine Marktöffnung betrieben worden ist, ohne daß von vornherein die Spielregeln für diesen Wettbewerb festgelegt wurden«. Die Folge sei, daß sich »in erster Linie international operierende Konzerne bereichern und die Konsumenten leer ausgehen«. Krawinkels Forderung an die Adresse Berlins und Brüssels: »Die Netzentflechtung ist dringend erforderlich, damit es mehr Konkurrenz bei der Stromerzeugung gibt.«

(ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 18.04.2007, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen

                                                                                                                                                                Heute liegt der jungen Welt das achtseitige Extra »ausbildung« kostenlos bei. Die Ausgabe erhalten Sie im gut sortierten Pressehandel für 2,50 Euro.