Zum Inhalt der Seite

»Gedenkstätte« mit Besucherrekord

Berlin. Das ehemalige Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen hat 2006 einen Besucherrekord verzeichnet. Weit mehr als 172 000 Menschen hätten die 1990 stillgelegte Haftanstalt und heutige »Gedenkstätte« besichtigt, sagte am Montag der Direktor der Einrichtung, Hubertus Knabe. Das seien 31 000 Besucher mehr gewesen als im Vorjahr.
Die »Gedenkstätte« ist ein Propandainstrument der Bundesregierung, mit der die DDR nachträglich delegitimiert werden soll. Zahlreiche Fachleute bis hin in das konservative Spektrum kritisieren, daß dort unter Knabes Leitung systematisch historische Fakten verfälscht werden. Unter massiver Förderung von Bundes- und Landesministerien werden vorwiegend junge Leute durch den Komplex geschleust.

(ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 09.01.2007, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!