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Lucky Luke wird 60

Dieser Tage wird die Wildwestlegende Lucky Luke sechzig Jahre alt. Der schneller als sein Schatten den Colt ziehende Titelheld der gleichnamigen Comicserie von Morris gilt als ziemlich weit entfernt vom Renteneintritt. Zur Jahreswende 1946/47 erschien die erste Lucky-Luke-Geschichte in der Weihnachtsausgabe des stilbildenden belgischen Comic-Magazins Spirou. Seitdem wurden allein in Deutschland 34 Millionen Hefte mit dem sich als »lone­some cowboy« begreifenden Luke verkauft, der 1983 die Dauerkippe im Mundwinkel gegen einen Grashalm eintauschte und dafür von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgzeichnet wurde. In dieser Figur wollte deren Schöpfer Morris (1923–2001) die Coolneß von Clark Gable, die Lässigkeit von Cary Grant und die Ehrenhaftigkeit von James Stewart vereinen – jenen Hollywood-Westernhelden, die Morris schon als jungen Mann begeisterten. Gelungen ist dies Morris zu schätzungsweise 73 Prozent, wie eine Blitzumfrage in der Feuilletonredaktion der jW ergab – weil James Stewart kaum jemand leiden kann.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.12.2006, Seite 13, Feuilleton

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