Zum Inhalt der Seite

Sudan-Front: Jung bekommt Rückendeckung

Berlin. Die Bundesregierung hat Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) gegen Kritik wegen dessen Äußerungen zu einem möglichen Bundeswehr-Einsatz in der sudanischen Region Darfur in Schutz genommen. Der Verteidigungsminister habe »keine Erweiterung« der deutschen Logistikhilfe im Rahmen der jetzigen, afrikanisch geführten Sudan-Mission AMIS angeboten, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Donnerstag in Berlin. Auch wenn das Mandat von der Afrikanischen Union auf die Vereinten Nationen wechseln sollte, würde die Bundeswehr keine »kämpfenden Truppen« stellen müssen. Es gebe auf UN-Ebene »keinerlei Überlegung«, dies zu fordern. »Es bliebe bei logistischer Unterstützung«, betonte der Sprecher. Jung habe vielmehr »die volle Unterstützung der gesamten Bundesregierung«. Nach Angaben des Regierungssprechers hat das Kabinett am Mittwoch abend die Verlängerung des AMIS-Mandats um ein halbes Jahr beschlossen.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 01.12.2006, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!