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Einer dachte letztens in Berlin, »das Ausländerheim hat Wandertag – da sieht man ja kaum noch einen echten Deutschen. Echt widerlich und ekelerregend«. Der andere fordert: »Rübe ab, wer sich nicht anpassen will – eine andere Sprache verstehen diese Scheinasylanten nicht«. Wieder andere preisen den Holocaust-Leugner David Irving oder erklären, daß »im KZ keine Gasrückstände« gefunden worden seien. So sieht es aus im Internet-Gästebuch vom Berlins Regierendem Bürgermeister, Klaus Wowereit. Herausgeber ist die Senatskanzlei Berlin. Als »inhaltlich verantwortlich« wird der Chef des Presse- und Informationsamtes der Senatskanzlei, Michael Donnermeyer, genannt. Auf ddp-Anfrage sagte der, »offensichtlich antisemitische und rassistische Äußerungen werden bei uns gelöscht«. Es gebe allerdings »Grenzfälle, wie die oben genannten Beispiele«, die sowieso in jeder Zeitung diskutiert würden.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.11.2006, Seite 13, Feuilleton

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