Nachschlag: Zeichen
Inferno. Sa., 13.50 Uhr, Sky Cinema Highlights
Der berüchtigte amerikanische Zeichendeuter Robert Langdon (Tom Hanks) wacht plötzlich fast ohne Gedächtnis in Florenz auf, mithin im Paradies der Kunsthistoriker, das er in ein Inferno der Vernunft zu verwandeln versteht. In diesem Florenz hat die Weltgesundheitsbehörde merkwürdigerweise eine Art Militärhoheit. Alarmstufe Rot. Wieder einmal hat ein malthusianischer Milliardär das Ende einer Menschheit beschlossen, die er an Überbevölkerung erkrankt sieht. Um den Menschenbestand zu retten, vertieft sich Tom Hanks in allegorische Texte, Dantes »Inferno« zuvorderst, aber auch in die Karte, die ein gewisser Botticelli zur Illustration dieses Textes angefertigt hat, zudem Schlachtengemälde von Giorgio Vasari u. v. a. m., das sich in Lexika und Reiseführern finden lässt. Bekanntlich ist Dantes Hölle eine Art umgestülpter Berg, ein Trichter, wenn man so will. Darin ziemlich weit unten befinden sich neben den Verrätern, Lügnern, Heuchlern und falschen Propheten auch all jene, die sich intellektueller Unredlichkeit schuldig gemacht haben. Soviel zur Hierarchie der Sünden. (aha)
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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