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Anonymes Frankfurt/Main

Zeitgenössische Kunst, die im Anonymen bleibt, ist das Thema einer neuen Ausstellung in der Schirn in Frankfurt/Main. Zu sehen sind bis 14. Januar kommenden Jahres eigens für die Schau entwickelte Werke von elf internationalen Künstlern, deren Namen ebenso wie die der zuständigen Kuratorin oder des zuständigen Kurators nicht genannt werden. Besucher der Ausstellung »Anonym – In the Future No One Will Be Famous« (der Titel ist eine Anspielung auf den berühmten Andy-Warhol-Slogan von 1968, daß in der Zukunft jeder für 15 Minuten weltbekannt werden könnte) sind weitgehend auf sich allein gestellt. Die Ausstellung sei »ein Experiment«, sagte Schirn-Direktor Max Hollein am Montag. Die Schau sei vor dem Hintergrund von zunehmender Kritik daran zu sehen, daß Künstler zur Marke werden und ihr Werk in den Hintergrund tritt.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.11.2006, Seite 13, Feuilleton

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