-
01.11.2006
- → Feuilleton
Anonymes Frankfurt/Main
Zeitgenössische Kunst, die im Anonymen bleibt, ist das Thema einer neuen Ausstellung in der Schirn in Frankfurt/Main. Zu sehen sind bis 14. Januar kommenden Jahres eigens für die Schau entwickelte Werke von elf internationalen Künstlern, deren Namen ebenso wie die der zuständigen Kuratorin oder des zuständigen Kurators nicht genannt werden. Besucher der Ausstellung »Anonym – In the Future No One Will Be Famous« (der Titel ist eine Anspielung auf den berühmten Andy-Warhol-Slogan von 1968, daß in der Zukunft jeder für 15 Minuten weltbekannt werden könnte) sind weitgehend auf sich allein gestellt. Die Ausstellung sei »ein Experiment«, sagte Schirn-Direktor Max Hollein am Montag. Die Schau sei vor dem Hintergrund von zunehmender Kritik daran zu sehen, daß Künstler zur Marke werden und ihr Werk in den Hintergrund tritt.
(ddp/jW)
(ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton