Zum Inhalt der Seite

Brief, offen

In einem offenen Brief an die Regierung in Jerusalem haben drei der bekanntesten Schriftsteller Israels ein sofortiges Ende der Angriffe auf den Libanon gefordert. »Alle erreichbaren Ziele dieser Operation wurden erreicht, deshalb ist es nun nicht mehr zu rechtfertigen, weiteres Leid zu verursachen und noch mehr Blut auf beiden Seiten zu vergießen«, heißt es in dem Aufruf von David Grossman, A. B. Yehoshua und Amos Oz, der am Sonntag von der Zeitung Haaretz veröffentlicht wurde. Die drei Autoren stellten klar, daß sie den Einsatz gegen die Hisbollah im Grundsatz für richtig hielten. »In unseren Augen handelt es sich um einen moralisch gerechten und völkerrechtlich legitimen Akt der Selbstverteidigung gegen eine Aggression aus einem feindlichen Land.« Nun aber müsse die Regierung einen sofortigen Waffenstillstand anstreben, weil ein weiteres militärisches Vorgehen keine Früchte tragen könne.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.08.2006, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!