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IG BAU kritisiert Schäuble-Pläne

Frankfurt/M. Die IG BAU hat die Pläne von Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU), Ausländer bei Hartz-IV-Bezug künftig abzuschieben, scharf kritisiert. Schäuble habe als Innenminister unter Helmut Kohl auf den Regierungsbaustellen in Berlin massenweise illegale Firmen geduldet. Viele Arbeitsplätze am Bau seien dadurch für hiesige Arbeitslose – Deutsche wie Ausländer – dauerhaft verlorengegangen. »Es ist empörend, daß Innenminister Schäuble die Opfer dieser Politik jetzt auch noch aus dem Land jagen will.«, heißt es in einer am Freitag verbreiteten Erklärung des IG-BAU-Vorsitzenden Klaus Wiesehügel. Es sei unerträglich, daß Gebäudereinigerinnen mit ausländischem Paß, deren Lohn oft zum Leben nicht reicht, nach Schäubles Plänen künftig vielleicht Angst haben müßten, ergänzende Hartz-IV-Leistungen zu beantragen. Wiesehügel nannte die Schäuble-Pläne »ein billiges Wahlkampfmanöver« und fügte hinzu: »Wir stehen an der Seite der Betroffenen und werden diese Pläne entschieden bekämpfen.«

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.07.2006, Seite 15, Inland

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