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Selbstbefruchtung

Eine Orchideen-Art in den hochgelegenen Wäldern von Simao in der chinesischen Provinz Yunnan hat einen Mechanismus zur Selbstbefruchtung entwickelt. Das entdeckten chinesische Wissenschaftler der Universität Tsinghua, die ihre Ergebnisse in der britischen Fachzeitschrift Nature veröffentlichten. Die Holcoglossum amesianum wächst auf den Bäumen der Simao-Wälder in 1200 bis 2000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Die Zwitter-Pflanze schafft es den Forschern zufolge, ihr männliches Geschlechtsorgan um 360 Grad zu drehen, um Samen in ihrem weiblichen Organ abzulegen. Normalerweise funktioniert die Fortpflanzung bei Blütenpflanzen mit Hilfe von außen: Pollen werden vom Wind, von Insekten oder Kolibris transportiert. Doch Holcoglossum amesianum hat ihre Blütezeit während der Trockenperiode, wenn es keinen Wind und fast keine Insekten gibt.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.07.2006, Seite 15, Feuilleton

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