-
24.05.2006
- → Ausland
Hanija-Angebot an Israel
Jerusalem. Der palästinensische Regierungschef Ismail Hanija hat sein Angebot einer langfristigen Waffenruhe an Israel bekräftigt. Wenn Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückziehe, werde »Friede herrschen«, und die Palästinenser würden »auf lange Jahre einen Waffenstillstand einhalten«, sagte Hanija der israelischen Tageszeitung Haaretz (Dienstagausgabe). Auf eine Frage nach der Charta seiner Hamas-Bewegung von 1988, in der zur Zerstörung Israels aufgerufen wird, antwortete Hanija, er äußere sich nicht als Hamas-Führer, sondern als Regierungschef »aller Palästinenser«.
Der israelische Botschafter in
Washington, Danny Ayalon, sagte, die Äußerungen Hanijas
enthielten »nichts Neues«. Hanija werde von Israel erst
dann als Gesprächspartner akzeptiert, wenn er das Existenzrecht
Israels anerkannt habe, dem Terrorismus abschwöre und die
bereits geschlossenen Vereinbarungen zwischen Israel und den
Palästinensern anerkenne.
(AFP/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
