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18.05.2006
- → Inland
Warnung vor Fremdenhaß regt Platzeck auf
Exregierungssprecher Heye rät dunkelhäutigen WM-Touristen vor Besuchen in Brandenburg ab
Der ehemalige Sprecher der Bundesregierung, Uwe-Karsten Heye, hat am Mittwoch mit einer Warnung vor fremdenfeindlichen Übergriffen auf dunkelhäutige WM-Touristen in Brandenburg für politische Aufregung gesorgt. Sein Parteifreund, Brandenburgs Ministerpräsident Mathias Platzeck (SPD) und dessen Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) waren empört. Hingegen bezeichnete der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses, Sebastian Edathy (SPD), die Warnung als nachvollziehbar.
In einem Interview mit Deutschlandradio-Kultur hatte Heye am Mittwoch auf die Frage, was er Fußballtouristen aus Togo oder Elfenbeinküste rate, gesagt: »Jedenfalls sollten sie sich keinem Experiment aussetzen. Ich glaube, es gibt kleinere und mittlere Städte in Brandenburg und anderswo, wo ich keinem, der eine andere Hautfarbe hat, raten würde hinzugehen. Er würde es möglicherweise lebend nicht wieder verlassen.«
Nach Angaben der Staatskanzlei in Potsdam hat Heye seine Aussagen später relativiert und seine »zugespitzten Äußerungen« bedauert. Er habe kein Bundesland »stigmatisieren« wollen. Heye habe auch auf den Afrika-Rat in Berlin verwiesen, der durch die Veröffentlichung einer Liste mit No-Go-Areas deutlich gemacht habe, daß es neben Brandenburg auch in Sachsen Gegenden gebe, wo sich Andersfarbige nicht hintrauen sollten.
Heye kritisierte, daß bei fremdenfeindlichen Übergriffen die Bereitschaft wegzusehen, zugenommen habe. Platzeck rügte, Heye konterkariere mit seinen Behauptungen den Kampf gegen den Rechtsextremismus. Schönbohm bezeichnete die Aussagen als »unglaubliche Entgleisung« und forderte den Rücktritt Heyes von seinem Amt als Vorsitzender des Vereins »Gesicht zeigen! Aktion weltoffenes Deutschland«. jW-Bericht
In einem Interview mit Deutschlandradio-Kultur hatte Heye am Mittwoch auf die Frage, was er Fußballtouristen aus Togo oder Elfenbeinküste rate, gesagt: »Jedenfalls sollten sie sich keinem Experiment aussetzen. Ich glaube, es gibt kleinere und mittlere Städte in Brandenburg und anderswo, wo ich keinem, der eine andere Hautfarbe hat, raten würde hinzugehen. Er würde es möglicherweise lebend nicht wieder verlassen.«
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Nach Angaben der Staatskanzlei in Potsdam hat Heye seine Aussagen später relativiert und seine »zugespitzten Äußerungen« bedauert. Er habe kein Bundesland »stigmatisieren« wollen. Heye habe auch auf den Afrika-Rat in Berlin verwiesen, der durch die Veröffentlichung einer Liste mit No-Go-Areas deutlich gemacht habe, daß es neben Brandenburg auch in Sachsen Gegenden gebe, wo sich Andersfarbige nicht hintrauen sollten.
Heye kritisierte, daß bei fremdenfeindlichen Übergriffen die Bereitschaft wegzusehen, zugenommen habe. Platzeck rügte, Heye konterkariere mit seinen Behauptungen den Kampf gegen den Rechtsextremismus. Schönbohm bezeichnete die Aussagen als »unglaubliche Entgleisung« und forderte den Rücktritt Heyes von seinem Amt als Vorsitzender des Vereins »Gesicht zeigen! Aktion weltoffenes Deutschland«. jW-Bericht
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