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Viele Lohnklagen in Ostdeutschland

Leipzig. Wegen ausstehender Löhne ziehen ostdeutsche Beschäftigte fast doppelt so oft vor Gericht wie ihre Kollegen im Westen. Im vergangenen Jahr kamen in den neuen Bundesländern und Berlin auf tausend Beschäftigte 8,6 Lohnklagen, während in den alten Ländern die Quote bei 4,6 lag, wie eine am Montag in Leipzig veröffentliche Untersuchung des MDR ergab. Der Deutsche Gewerkschaftsbund geht davon aus, daß viele Betriebe im Osten in schwieriger wirtschaftlicher Lage häufig die Löhne zurückhalten. Hinzu komme der geringe gewerkschaftliche Organisationsgrad im Osten, der jeden einzelnen Beschäftigten zwinge, seine Rechte vor Gericht zu erstreiten. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.05.2006, Seite 9, Inland

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