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20. Juli

Eklat bei Gedenkveranstaltung für Attentat vom 20. Juli 1944

Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Gerangel um den AfD-Kranz am Montag im Berliner Bendlerblock

Berlin. Bei der Gedenkveranstaltung der Bundesregierung zum Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 ist es am Montag zu einem Eklat wegen eines Kranzes gekommen. Ein Großneffe des evangelischen Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, Tobias Korenke, versuchte ein Gebinde der AfD-Bundestagsfraktion an der Gedenkstätte im Bendlerblock in Berlin zu entfernen. Sicherheitsmitarbeiter gingen dazwischen. Bei dem Handgemenge wurde der Kranz beschädigt. Korenke sagte dpa: »Viele Nachkommen und dazu gehöre auch ich, empfinden eine wirklich große Wut, wenn wir sehen, dass die AfD hier Kränze ablegt. Das werden wir hier nicht akzeptieren.«

Ein Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion bestätigte, dass diese einen Kranz für die Gedenkstunde bereitgestellt hatte. Ob auch Fraktionsmitglieder anwesend gewesen seien, könne er nicht abschließend sagen. Der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Geschichte der Fraktion, Götz Frömming, sagte, die Fraktion werde zu diesen offiziellen Gedenkfeiern als im Bundestag vertretene Partei eingeladen.

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Ein Enkel des Attentäters vom 20. Juli 1944, Karl Graf von Stauffenberg, sah Korenkes Aktion zwiespältig. Der AfD warf er vor, seinen Großvater für ihre Zwecke zu instrumentalisieren, und nannte das »widerlich«. Aber man dürfe »der AfD, glaube ich, nicht verwehren, einen Kranz niederzulegen«, sagte er im Sender Welt. (dpa/jW)

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Erschienen am 21.07.2026, Inland

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