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Weiter Wirbel bei der WASG

München/Chemnitz. In der WASG werden Rufe nach Auflösung des Berliner Landesverbandes laut. Der Bundesparteitag am Wochenende in Ludwigshafen müsse den Berlinern signalisieren, daß ein Wahlantritt gegen die Linkspartei nicht hinnehmbar sei, sagte Bundesvorstandsmitglied Murat Cakir der Frankfurter Rundschau vom Mittwoch. »Sollten die Berliner dann trotzdem an ihrem Kurs festhalten, muß man klar und deutlich sagen, daß sich die Wege trennen«, warnte Cakir. Der WASG-Kreisverband München wird auf dem Bundesparteitag einen Antrag auf sofortige Auflösung des abtrünnigen Landesverbandes stellen, sagte Parteitagsdelegierte Dagmar Henn am Mittwoch zur jW.

Die NPD im sächsischen Landtag kündigte am Mittwoch an, das bisherige WASG-Bundesvorstandsmitglied Andreas Wagner werde ab Mai als »sozialpolitischer Berater« der NPD-Fraktion arbeiten. »Wenn sich das als wahr herausstellt, werden wir umgehend ein Auschlußverfahren einleiten«, sagte WASG-Bundesvorstandsmitglied Christine Buchholz am Mittwoch gegenüber jW.
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.04.2006, Seite 2, Inland

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