Zum Inhalt der Seite
Nahostkonflikt

Israels Außenminister kommt nach Berlin

Foto: Katharina Kausche/dpa
Israels Außenminister Saar kommt am Dienstag nach Berlin (Wien, 10.7.2025)

Berlin. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) empfängt am Dienstag seinen israelischen Amtskollegen Gideon Saar in Berlin. Themen der Begegnung dürften unter anderem die Kriege Israels gegen Iran und Libanon sein. Im Anschluss an die Gespräche im Auswärtigen Amt wollen Wadephul und Saar am frühen Abend gemeinsam vor die Presse treten. Im Unterschied zum israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu und weiteren israelischen Kabinettsmitgliedern liegt gegen Saar zwar im Zusammenhang mit dem Völkermord in Gaza ein Haftbefehl aus der Türkei, aber nicht des Internationalen Strafgerichtshofs vor, der auch der Bundesrepublik zu vollstrecken wäre.

Die Bemühungen um eine Beendigung des Iran-Krieges kommen seit Inkrafttreten einer Waffenruhe nicht voran. Gut zwei Monate nach Beginn des unprovozierten Angriffskriegs gegen den Iran wächst damit die Angst vor einer erneuten Eskalation. Wadephul hatte am Wochenende Irans Außenminister Abbas Araghtschi in einem Telefonat zu einer Freigabe der blockierten Straße von Hormus und zu einem vollständigen Verzicht auf Atomwaffen drängen wollen. Iran wird aber kaum auf die in seiner Hand befindlichen Druckmittel freiwillig verzichten. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen am 05.05.2026, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!