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Bezahl-Fussball: Blubberer/Clubberer

Frankfurt/Main. Wie korrupt ist die Bundesliga? Mit seiner Aussage vor der Staatsanwaltschaft in Köln will der frühere Leverkusener Manager Reiner Calmund in dieser Woche die Spekulationen um angebliche Manipulationen in der Spielzeit 2002/2003 endgültig beenden. Der Spiegel berichtet, daß Bayer-Anwalt Walther Graf den früheren Manager bei der Staatsanwaltschaft in Köln belastet haben soll. Angeblich soll das Ergebnis der Partie Leverkusen gegen 1860 München vom 17. Mai 2003 (3:0) »durch Zuwendungen an Sportler bestimmt worden« sein. Bayer brauchte damals unbedingt einen Sieg, um nicht abzusteigen.

Auch beim 1.FC Nürnberg soll es laut Focus nicht astrein zugegangen sein. Vier Partien der laufenden Saison gelten als strittig: 1860–1.FCN (3:2), Wolfsburg– 1.FCN (1:1), Werder Bremen– 1.FCN (6:2) und 1.FCN–Bielefeld (2:3). Nürnbergs Sportdirektor Martin Bader: »Uns liegen keinerlei Erkenntnisse vor, daß die Staatsanwaltschaft gegen uns ermittelt – nicht mal ansatzweise.« Dem Focus-Bericht zufolge hat die Staatsanwaltschaft München I bereits Ermittlungen gegen drei Beschuldigte eingeleitet. Das Trio soll auf den von ihnen vorab organisierten Spielausgang gewettet haben. (sid/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.03.2006, Seite 16, Sport

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