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Fußballrealität

Alte Degen

Rom. Die Querelen um die Berufung eines neuen italienischen Nationaltrainers sind eine besondere Posse, selbst für den italienischen Fußball. Vorläufiges Ergebnis: Roberto Mancini wird laut Medienberichten vom Dienstag wohl wieder Nationaltrainer, neuer Technischer Direktor wird wahrscheinlich Claudio Ranieri. Das teilte der Präsident des nationalen Fußballverbands FIGC, Giovanni Malagò, in einer Sitzung in Rom mit, wie die Zeitung La Gazzetta dello Sport und die Nachrichtenagentur ANSA meldeten.

Andrea Pirlo hatte sich am Montag selbst aus dem Rennen um den Trainerposten genommen, weil es im Verband Vorbehalte wegen seiner Verbindungen nach Russland gab. Selbentags schmissen Pirlos Befürworter, der bisherige Technische Direktor des FIGC, Paolo Maldini, und sein Berater Leonardo hin – nach gerade einmal 16 Tagen im Amt. Ursprünglich hatte der Verband Pep Guardiola als Coach gewinnen wollen. Statt der Hoffnungsträger Guardiola, Maldini und Leonardo übernehmen mit Mancini und Ranieri zwei alte Haudegen. Mancini war bereits von 2018 bis 2023 Nationaltrainer, er führte die Squadra Azzurra 2021 bei der Europameisterschaft zum Titel, verabschiedete sich aber 2023 unrühmlich nach Saudi-Arabien. Trainerlegende Ranieri war zuletzt als Berater für die AS Rom tätig, er verließ den Klub im April nach einem heftigen Machtkampf mit Chefcoach Gian Piero Gasperini. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.07.2026, Seite 16, Sport

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