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Tarifverhandlungen

Privatbanken bieten 4,2 Prozent mehr Gehalt

Foto: Boris Roessler/dpa
Die sogenannte Bankenskyline in Frankfurt am Main (4.11.2025)

Düsseldorf. Bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der privaten Banken in Deutschland haben die Unternehmen ein Angebot vorgelegt. Dieses sehe ab Mitte 2027 ⁠eine Erhöhung der Tarifgehälter um 4,2 Prozent bei einer Laufzeit von 36 Monaten vor, teilte der Verband der privaten Banken (AGV Banken) am Montag mit. »Das ist ‌in diesen herausfordernden Zeiten ein faires Angebot«, sagte Verhandlungsführer Thomas Lange.

Die Gewerkschaft Verdi hatte ‌vor den Gesprächen in Frankfurt am Main mit Warnstreiks den Druck erhöht. Sie forderte die Banken auf, ein erstes Angebot auf den Tisch zu ⁠legen. »Mit den Warnstreiks in den vergangenen ‌Tagen haben die Beschäftigten deutlich gemacht, dass sie nicht bereit sind, sich länger hinhalten zu lassen«, hatte Verhandlungsleiter Jan ​Duscheck gesagt. Die Banken hatten die Gewerkschaften indes vor »überzogenen« Forderungen gewarnt. Deren Ansprüche »dürfen den Realitätsbezug nicht verlieren und zu keiner Überforderung führen«, hatte Verhandlungsführer Lange gesagt.

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Die Gewerkschaft Verdi fordert sechs Prozent mehr Gehalt bei zwölf Monaten Laufzeit eines ‌Tarifvertrags. »Die Banken machen ‌gute Gewinne«, hatte Duscheck ⁠mit ⁠Blick auf die Branche betont. Ein Ergebnis solle auch auf übertariflich bezahlte Beschäftigte übertragen werden. ⁠Zudem sollen Banker einen Teil ihres Gehaltes in bis ‌zu 20 zusätzliche freie Tage pro Jahr umwandeln können. Aber auch der ⁠Trend zum verstärkten Einsatz von sogenannter künstlicher Intelligenz in den Geldhäusern soll eine Rolle spielen: Verdi will auch verstärkte Regeln zum Beschäftigungsschutz durchsetzen. Die konkurrierende Gewerkschaft DBV pocht auf eine Gehaltssteigerung von 9,5 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten.

Weitere ​Gespräche sind für den 23. November anberaumt. Beide Seiten hatten sich ⁠zuletzt 2024 auf 10,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 28 Monaten verständigt. (Reuters/jW)

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Erschienen am 03.11.2026, Kapital & Arbeit

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