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Endlich wieder Edelmetall
Bei der Schacholympiade in Samarkand holen die Usbeken und die Chinesinnen Gold. Auch für Deutsche gab es Medaillen
Mit knappem Vorsprung ging es ins Finale. Bei der vom 16. bis 27. September 2026 in Samarkand (Usbekistan) ausgetragenen 46. FIDE-Schacholympiade führte vor der elften und letzten Runde Gastgeber Usbekistan im Open mit einem Mannschaftspunkt (MP) vor Titelverteidiger Indien. Dahinter durften sich die BRD, die Ukraine und Ungarn mit je zwei MP Rückstand Medaillenchancen ausrechnen. Die Usbeken besiegten die Ukraine 2,5:1,5 und erreichten 20:2 MP, wofür der Erfolg von Muchiddin Madaminow über Europameister Roman Degtiarow ausschlaggebend war, weil sich Nodirbek Abdusattorow und Igor Kowalenko, Jawochir Sindarow und Wassili Iwantschuk sowie Nodirbek Jakubbojew und Igor Samunenkow jeweils die Punkte teilten. Nach 2022 in Chennai (Indien) triumphierten die Usbeken zum zweiten Mal. Nodirbek Abdusattorow überragte mit 8,5 aus elf und einer Turnierperformance von 2.869 Elo-Punkten am Spitzenbrett und gewann dafür Einzelgold. Den hohen Stellenwert des Schachs in der früheren Sowjetrepublik illustriert, dass jeder Spieler 200.000 US-Dollar erhält.
Indien trennte sich 2:2 von Ungarn und behauptete damit Rang zwei. Während Arjun Erigaisi an Brett zwei Péter Lékó schlug, unterlag der amtierende Weltmeister Dommaraju Gukesh überraschend Gleb Dudin am vierten Brett. Rameshbabu Praggnanandhaa remisierte gegen Richard Rapport ebenso wie Nihal Sarin gegen Benjamin Gledura.
Das deutsche Team gewann im Schlussdurchgang 2,5:1,5 gegen die Niederlande und landete wegen der schlechteren Zweitwertung gegenüber den punktgleichen Indern auf dem Bronzerang – die erste Medaille seit Silber bei der Olympiade 2000 in Istanbul. Zum Matchwinner avancierte Matthias Blübaum gegen Jorden van Foreest an Brett zwei, weil Anish Giri und Vincent Keymer, Loek van Wely und Frederik Svane sowie Casper Schoppen und Rasmus Svane allesamt remis spielten. Höhepunkte der geschlossenen deutschen Mannschaftsleistung waren die 2,5:1,5-Siege gegen Triumphator Usbekistan und die USA. Auch gegen Indien bahnte sich eine Sensation an, doch Alexander Donchenko ließ Weltmeister Dommaraju Gukesh noch vom Haken, so dass am Ende ein bitteres 1,5:2,5 auf dem Tableau stand. Frederik Svane blieb mit 8,5 aus elf und einer Turnierperformance von 2.796 Elo-Punkten an Position drei ungeschlagen und schürfte wie schon 2024 in Budapest Brettgold.
Im Schlussdurchgang des Frauenturniers gelang Spitzenreiter China ein 3:1-Erfolg gegen Vietnam, 20:2 MP bedeuteten die Goldmedaille. Kasachstan und Polen trennten sich ebenso 2:2 wie Indien und Georgien. Das kasachische Team eroberte mit 18:4 MP Silber, während Indien im Rennen und dem dritten Platz bei jeweils 17:5 MP die USA, Polen, Armenien und die Mongolei nach Zweitwertung distanzierte. Bei den Chinesinnen ragte Zhu Jiner mit 7 aus 9 sowie einer Turnierleistung von 2.638 und Gold am Spitzenbrett heraus. Die deutschen Frauen landeten mit 14:8 MP auf einem enttäuschenden 29. Rang. Sensationell ist hingegen, dass die erst elfjährige Bodhana Sivanandan (England) ihre dritte und entscheidende Frauengroßmeisternorm erreichte und in Kürze zur jüngsten Großmeisterin aller Zeiten wird. Sie wandelt damit auf den Spuren der legendären Ungarin Judit Polgár.
Frederik Svane (BRD) – Nodirbek Jakubbojew (Usbekistan)
,46. FIDE-Schacholympiade 2026, Samarkand, Runde 8, Brett 3, 24. September 2026, Sizilianisch – Canal-Angriff (B51)
1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.Lb5+ (Svane weicht der von Jakubbojew bevorzugten scharfen Najdorf-Variante nach 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 a6 aus.) 3…Sd7 (Der prinzipielle Ansatz, um das Läuferschach als Zeitverlust nachzuweisen. Nach 3…Ld7 4.Lxd7 entstehen andere Strukturen.) 4.a4 (Dämmt eine spätere Expansion mit …a6 und …b5 ein.) 4…Sgf6 5.Sc3 a6 6.Lc4 Da5 (6…Se5!? 7.Sxe5 dxe5 8.0-0 e6 erscheint interessant.) 7.d3 b5 8.Lb3 e6 9.Lf4 b4 10.Sb1 Sh5 (Springer am Rand… 10…Le7 wäre die solide Alternative.) 11.Le3 Le7 12.Sbd2 Dc7 13.O-O h6 (13…0-0 ist vorzuziehen.) 14.Se5!? Sdf6? (Schwarz reagiert auf den Springerausfall falsch. 14…Shf6 musste geschehen.) 15.g4! g5? (Der Nachziehende hat erkannt, dass nach 15…dxe5 16.gxh5 0-0 mit 17.Kh1! nebst 18.Tg1 eine Attacke über die halboffene g-Linie folgen würde. Nun kommt es allerdings schlimmer.) 16.Sxf7! (Dieser Zwischenzug torpediert die schwarzen Verteidigungsbastionen.) 16…Th7?! (16…Kxf7 17.gxh5 Tg8 18.Df3 +/-) 17.gxh5 Txf7 18.f4! d5 19.fxg5 hxg5 20.a5? (Streut einen positionellen Zug in einer hochtaktischen Stellung ein, statt mit 20.Df3! nachzusetzen.) 20…Ld7? (Mit 20…d4! 21.e5 dxe3 22.exf6 Lxf6 wäre der Nachziehende wieder in der Partie gewesen.) 21.exd5 exd5 22.Lxd5! Sxd5 23.Txf7 Le6 (23…Kxf7 24.Df3+ Ke6 25.Sc4! Lc6 26.Dg4+ Kf7 27.Tf1+ Lf6 28.Lxg5 Tg8 29.h6! Kf8 30.h4! +- überlebt der schwarze Herrscher nicht lange.) 24.Txe7+ (24.Th7 +-) 24...Dxe7 25.Df3 +- O-O-O 26.Te1! Tf8 27.De4 Df6? (27…Te8 28.Lf2 +-) 28.Lxc5 Te8 29.Sc4! (Schwarz hat bereits drei Bauern weniger, und nun droht auch noch 30.Sd6+.) 1:0.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Berufung möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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