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Nachschlag: Einschließung

→ The Avengers. So., 14.51 Uhr, ORF 1

Foto: Cinema Publishers Collection/IMAGO
Misstrauisch, sprunghaft und ziemlich masochistisch: Black Widow (Scarlett Johansson)

In »Spider-Man: Brand New Day« wurde zuletzt beiläufig während einer Stadtrundfahrt an sie erinnert: die »Battle of New York«, in deren Rahmen Midtown Manhattan zu größeren Teilen zerstört wurde. Inszeniert hatte sie 2012 der große Joss Whedon für den ersten »Avengers«‑Film. Der böse nordische Gott Loki hatte der Erde mit Hilfe einer Armee aus Insektenaliens den Krieg erklärt. Gewonnen haben ihn die Avengers. Mit Ach und Krach. Neben Heldenverehrung, Weltbeherrschung und Kaputtmachen bleibt noch etwas wichtig, das für phantastische Literatur typisch ist: die Einschließung. Ob im U-Boot, im Bunker, im Flugzeug oder im Kellerkäfig, immer gibt es eine Wand zwischen den Superhelden und ihrer Umwelt. Die andere Seite des Einschließungsprinzips ist der Autoritarismus. Auf Welteroberungsfeldzug schaut Loki kurz in Stuttgart vorbei, um friedliche Leutchen zu unterwerfen, die sich eigentlich nur versammelt haben, um ungestört Kammermusik von Schubert zu genießen. Diesen Frieden gönnt ihnen Loki nicht. »Ich komme, um euch zu befreien. Von der Freiheit«, sagt er ihnen. (aha)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.09.2026, Seite 14, Feuilleton

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