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Immer wieder Messi
Einen wunderschönen guten Morgen! Im argentinischen Fußball steht eine Wachablösung an. Lionel Messi ist zurückgetreten, diesmal wirklich, Lionel Scaloni gleich nach der WM so gut wie, und einer seiner Assistenten, Walter Samuel, Ex-Boca-Juniors und in Italien ehrfürchtig »Il muro« (die Mauer) genannt, ist dabei, sich selbständig zu machen, was für den schweigsamen Mann schwierig werden könnte – Kommunikation will gelernt sein.
Messi wurde jüngst von France Football – neben Lautaro Martínez, Ex-Racing-Club und Kapitän von Internazionale Milano – zum 17. Mal für den Ballon d’Or nominiert. Achtmal hat er die Trophäe bereits bekommen, zu Recht. Verliehen wird der glamouröse Staubfänger am 26. Oktober im London Palladium.
Auch Argentiniens historischer Superheld Emiliano »Dibu« Martínez, Exstellvertreter von Bernd Leno bei Arsenal London und zuletzt von Aston Villa ausgerechnet zum FC Chelsea gewechselt, wurde nominiert – für die Lev-Yashin-Trophäe als bester Tormann der Saison, die er bereits 2022 und 2023 gewann. Entsetzlicherweise wurde einer der besten und erfolgreichsten Nationaltrainer aller Zeiten, Scaloni, gar nicht erst nominiert. Ein Skandal. Ich meine, der Preis für den weltbesten Kicker sollte unbedingt an Messi gehen, der mit 39 Jahren und einer genialen Leistung einen Außenseiter wie Argentinien in das dritte Finale der letzten vier Weltmeisterschaften geführt hat. Lautaro Martínez indes brachte mit seinem Treffer im Halbfinale gegen England die Argentinier überhaupt erst ins Finale. Großartig, aber für so eine Auszeichnung zu wenig. Berücksichtigt man die Nominierten, kann die Auszeichnung nur an Messi, Pau Cubarsí oder Rodri gehen – in dieser Reihenfolge.
Die Vollspacken der AFA, des argentinischen Balltretverbands, arbeiten unterdessen hart daran, dass Lionel Messi noch ein offizielles Match für Argentinien spielt. Dafür kaufen sie freilich nicht Deutschland, Italien oder Frankreich ein, sie baggern bei Burkina Faso, Bolivien respektive Benin herum, alles wie immer, derweil das hauptsächlich vom Superfloh eingekickte Bakschisch im Nirgendwo versickert. Don’t cry for me, Argentina.
Man kann nur hoffen, dass Messi sich nicht schon wieder für so einen Scheiß hergibt, er hat es oft genug getan. Ich denke, sein Vater hat ihm meist dazu geraten. Der ist am 8. August verstorben. Deshalb Messis Rücktritt.
Talente gibt es genug fürs neue argentinische Team. Nico Paz ist von Real Madrid immer noch an Como verliehen. Ich bin Cremonese und Comofan. Como hat zum Champions-League-Auftakt die Brauseeinschlaftabletten aus Leibzsch mit 4:1 zerlegt. Auch Franco Mastantuono wurde von den Königlichen verliehen, an die Fiorentina. Bei deren erstem Sieg gelang ihm neulich ein Hattrick, die ersten Tore seit Januar. Claudio Echeverri (Benfica), Enzo Fernández (ManCity) und Alejandro Garnacho (jetzt Aston Villa) sollte man auch nicht vergessen. Das sind alles Krieger. Wie verantwortungsbewusst sie sein können, wird sich erweisen. Enzo wird sicher ein Führungsspieler werden.
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