Wie es kommen musste
Nach dem Ausschluss von US-Rapper Macklemore wegen propalästinensischer Äußerungen aus dem Vorprogramm seiner »The Loop«-Tour hat Popstar Ed Sheeran erstmals Stellung bezogen. Das sei die Entscheidung des Tourveranstalters gewesen, nicht seine, schrieb Sheeran am Dienstag auf Instagram. Trotz seiner intensiven Bemühungen habe sich keine gemeinsame Lösung finden lassen. Er selbst habe aber für sich entschieden, seine Auftritte nicht für politische Meinungsäußerungen zu nutzen, weil er einen »Ort der Sicherheit und Zuflucht« für jedermann schaffen wolle. Dem offensichtlichen Argument, er hätte seine Macht als Star nutzen können, um mit einem Abbruch zu drohen, begegnete er mit der etwas billigen Volte, weder die Fans noch die Mitarbeiter der Tour, die sich auf das Einkommen verlassen, enttäuschen zu wollen.
Zuvor hatten wegen des Ausschlusses von Macklemore alle restlichen Support-Acts ihre Auftritte auf der US-Tour abgesagt. Das schulde er dem antikolonialen Kampf seiner Vorfahren, teilte der irische Singer-Songwriter Aaron Rowe am Dienstag bei Instagram mit und endete mit »Free Palestine«. Die Band Lukas Graham schrieb in einem Statement: »Wir sollten in der Lage sein, über Krieg zu sprechen, über getötete Zivilisten, über Kinder, die das Recht haben, aufzuwachsen. Wo auch immer sie leben.« Auch die Band Beoga und Finneas O’Connell, bekannt als enger Wegbegleiter seiner Schwester Billie Eilish, sagten ihre Teilnahme an den noch ausstehenden Tourdaten auf Instagram ab. (dpa/AFP/jW)
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