Nachschlag: Noch mehr Schlimmes
→ Sherlock & Daughter. ARD-Mediathek
Im London des Jahres 1896 lehnt Sherlock Holmes fast jeden Fall ab, denn er wird erpresst: Ein Verbrechersyndikat hat Dr. Watson und Vermieterin Mrs. Hudson gekidnappt. Dann taucht die junge US-Amerikanerin Amelia auf, die glaubt, dass Holmes ihr Vater ist, und mit ihm die Mörder ihrer Mutter suchen will. Natürlich tun sich die beiden bald zusammen und gehen auf Verbrecherjagd. Holmes ist nach Doyle schon viel Schlimmes angetan worden, und auch diese Serie hat alles, was ein schlechter Holmes-Pastiche braucht: So wäre Holmes 1886 etwa 42 Jahre alt, wird aber von einem 62jährigen gespielt und durchweg als »alter Mann« bezeichnet. Amelias Mutter soll er bei Buffalo Bills Wildwestshow begegnet sein, die 1887 erstmals in Europa gastierte – damit wäre Amelia etwa acht Jahre alt. Ist sie nicht. Ah, und Professor Moriarty ist nicht etwa kanonisch am 4. Mai 1891 die Reichenbachfälle hinuntergestürzt, sondern sitzt im Luxusknast, führt von dort seine Geschäfte und kooperiert sogar mit Holmes, um seinen verlorenen Sohn wiederzufinden. Uff. (af)
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