Vorschlag
Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
Mit sportlichen Erfolgen auf internationaler Ebene schmücken sich Nationen mit gleich welchem politischen System liebend gerne. Für die DDR bedeuteten Olympiamedaillen Anerkennung, die ihr insbesondere vor dem Grundlagenvertrag mit der BRD 1973 im Westen mangelte. In den Leistungszentren des Sportnachwuchses wurde dafür auf Disziplin gesetzt und über Heimweh hinweggesehen. Sportasse wie Boxer Henry Maske, Schwimmerin Kornelia Ender und Radprofi Jens Voigt berichten von ihrer Ausbildung. BRD 2026.
→ Die Goldmacher. Das Geheimnis der DDR-Sportelite. ZDF Info, 16.30 Uhr
New JournalismDie Ermordung der Farmerfamilie Clutter in der Nacht des 15. November 1959 nahm der damals 35jährige Schriftsteller Truman Capote zum Anlass, seinen dritten Roman, »In Cold Blood« (1965) zu schreiben. Der Tatsachenroman war eine literarische Sensation und verschob die Grenzen zwischen Literatur und Journalismus. Ein Jahr später erschien er unter dem Titel »Kaltblütig – Wahrheitsgemäßer Bericht über einen mehrfachen Mord und seine Folgen« in der Bundesrepublik. Frankreich 2024.
→ Truman Capote und »Kaltblütig«. Eine mörderische Nacht. Arte, 22.05 Uhr
Wo die Liebe umfälltDrei Paare aus Berlin, Bremen und Nordrhein-Westfalen wurden – als wäre Zusammensein nicht schon schwierig genug – von den Regisseurinnen Judith Keil und Antje Kruska über sieben Jahre mit der Kamera begleitet. Ist das noch Liebe oder schon Lampenfieber? BRD 2024.
→ Wie die Liebe geht. 3sat, 22.25 Uhr
Die vom Weg AbgekommeneRegisseur Paul Curran will das veronesische Publikum mit seiner Inszenierung von Verdis »La traviata« ins Pariser Moulin Rouge und damit in die Belle Époque führen. Dafür wird die Arena barrierefreier zugänglich gemacht. Doch der Wettergott hat etwas gegen die Freiluftoper: Ein Unwetter zieht über Verona hinweg. BRD 2026.
→ Arena. Verona. Gänsehaut. Mit Annette Frier und Michael Kessler. Das Erste, 22.35 Uhr
ArschkartenWer hat in unserer nicht nur in Sachen Inklusion mangelhaften Gesellschaft die größte Arschkarte gezogen: Rollstuhlfahrer Tan Caglar, der stark sehbehinderte Timur Turga oder der gehörlose Comedian Okan Seese? BRD 2025.
→ Ein Blinder, ein Lahmer, ein Tauber. Das Erste, 23.20 Uhr
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Berufung möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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