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Amateurfotografie

Springen Sie auf!

Foto: Lilly Schönherr
Ein qualitativer Sprung

Wie hoch oder weit muss man springen, damit sich ein qualitativer Sprung ergibt? Für einen neuen Weltrekord wären mehr als 2,45 respektive 8,95 Meter erforderlich. Aber reicht das? Man kann so eifrig abheben, wie man will, am Ende hebt die Schwerkraft den Höhenflug doch wieder auf. Das nennt man Sprunghaft.

Na gut. Vielleicht schaffen ja, was einer nicht vollbringen kann, viele. Lässt die alte Ordnung nichts springen, springen die Massen bald im Dreieck und dem Tod letztlich lieber von der Schippe ins kalte Wasser als für ihre Herrschaften in die Bresche. Nur landete China, als es vor fast 70 Jahren den Großen Sprung nach vorn wagte, kurzerhand im Dreck. Man wollte zuviel, war zu sprunghaft.

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Die Spur zum Ursprung – das muss den Sprungsuchenden ins Auge springen – ist heiß. Müßig scheint indes die Suche nach objektiven Kriterien. Gehoppst wie gesprungen, mögen passionierte Fotografen, ihr Objektiv gezückt, einwenden: Vieles ist eben eine Frage der Perspektive, die wiederum eine des Lebensgefühls. »Lebensgefühl« lautete auch das Jugendthema des Fotowettbewerbs 2016, in dem »Sprung« den ersten Platz belegte und damit ein Qualitätsmerkmal ergatterte.

Springen auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, über Ihren Schatten und auf den Zug namens »Fotowettbewerb 2026« auf. Letzterer könnte sich als Springquelle weiteren zumindest geistigen Reichtums erweisen. Und der ist doch der springende Punkt. Nur davon rate ich ab: Springen Sie niemals über die Stöckchen von Springer! (nu)

→ Einsendeschluss ist der 17. Oktober 2026.
Teilnahmebedingungen unter jungewelt.de/fotowettbewerb

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 05.09.2026, Seite 14, Feuilleton

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