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Kämpfe in Mali halten an
Widersprüchliche Meldungen zu Gefechten
Im Norden Malis tobt eine Schlacht, in der sich sehr unterschiedliche Kräfte gegenüberstehen. Einheiten der Armee und des mit ihr verbündeten russischen »Afrikakorps« versuchen offensichtlich nach wie vor, die strategisch wichtige Ortschaft Anéfis gegen den Vormarsch einer Allianz aus Tuareg-Separatisten der »Azawad-Befreiungsfront« (FLA) und Al-Qaida-Kräften der Gruppe JNIM zu verteidigen. Begonnen hatten die Kämpfe am Sonnabend, als FLA und JNIM nach einer gemeinsamen Offensive im April eine weitere Welle koordinierter Angriffe an verschiedenen Orten im ganzen Land starteten.
Die Meldungen widersprechen sich allerdings. Malis Armeeführung verkündete bereits am Sonnabend, dass die Angreifer zurückgeschlagen wurden und die Lage wieder unter Kontrolle sei. Gleichwohl gab der Generalstab laut der Infoseite Malijet auch am Montag die »erfolgreiche Durchführung mehrerer neuer Operationen gegen bewaffnete Terrorgruppen« bei Anéfis bekannt und widerlegte damit Angaben, dass die Kämpfe längst beendet seien. Den Tuareg nahestehende Medien behaupteten umgekehrt, dass es JNIM und FLA gelungen sei, Regierungstruppen und »Afrikakorps« in ihrem Militärlager zu umzingeln. Videoclips zeigen Tuareg beim Einsatz von Kampfdrohnen. Auch soll mindestens ein Kampfhubschrauber vom Typ Mi-24 abgeschossen worden sein.
Wie Tuareg und Dschihadisten an Drohnen gelangen, ist kein Geheimnis. Bereits vor zwei Jahren hatte das ukrainische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass es die FLA unterstütze. Zudem werfen die drei Staaten der Sahelallianz (AES) Burkina Faso, Mali und Niger Frankreich vor, hinter den Angreifern zu stehen. Burkina Faso hatte daher im vergangenen Monat seine diplomatischen Kontakte zu Frankreich abgebrochen, alle französischen Diplomaten mussten ihre Posten im Land bis Ende vergangener Woche räumen. Am Montag schließlich wurde gemeldet, dass im Gegenzug auch das burkinische Botschaftspersonal Frankreich bis zum Abend verlassen musste.
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