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Siedler setzen Moschee in Brand
Kusra. Israelische Siedler haben im besetzten Westjordanland nach palästinensischen Angaben zwei Moscheen angegriffen und Gebäude mit Graffiti beschmiert. Im Dorf Kusra südöstlich von Nablus hätten sie eine erst kürzlich fertiggestellte Moschee in Brand gesetzt, sagte der Vorsitzende des Gemeinderats, Abdel Asim Wadi, am Sonntag gegenüber Reuters. Siedler versuchten demnach zudem, eine Moschee in der Nähe von Kur südöstlich der Stadt Tulkarem niederzubrennen. Bei Razzien der Armee sollen am Sonntag außerdem mindestens 60 Palästinenser in der Westbank verhaftet worden sein, berichtete Al-Dschasira.
Erst am Freitag waren bewaffnete israelische Siedler in die Umgebung des palästinensischen Dorfes Tal südwestlich von Nablus eingedrungen. Bei einem Schusswechsel wurden vier Palästinenser und zwei israelische Soldaten getötet. Nach dem Vorfall ordnete der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Verstärkung der Truppen im Westjordanland an. Er kündigte zudem an, dass zur Erhöhung der Sicherheit dort weitere Siedlungen genehmigt würden. Die UNO wertet die Siedlungen als Verstoß gegen das Völkerrecht, die allermeisten Staaten teilen diese Einschätzung.
Derweil hat das israelische Militär trotz der seit Oktober 2025 geltenden Waffenruhe am Sonntag bei einem erneuten Luftangriff auf den Gazastreifen nach palästinensischen Angaben zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Hamas getötet. Erst am Sonnabend hatte die Armee Abdel-Nasser Al-Makadma getötet, den Polizeichef der Hamas im Norden Gazas. Die Zahl der seit Inkrafttreten der Waffenruhe bei israelischen Angriffen getöteten Palästinenser ist damit auf mehr als 1.190 gestiegen. (Reuters/jW)
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