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Nachschlag: Kurt Drosselbart

→ Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser | Mi., 16.35 Uhr, Sky Cinema

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Foto: United Archives/IMAGO
Zumindest im echten Leben ein glückliches Paar: Kurt Russell und Goldie Hawn

Tatort Megayacht. Goldie Hawn, vermöge vermögenden Ehemannes Oregons frechste Arbeitslose, behandelt den handwerkernden Kurt Russell wie Dreck. Wer schon mal Handwerker im Haus hatte, wird es ihr nicht verdenken können, allein das Drehbuch will sie, nicht ihn, erzogen sehen, obgleich auch er sich benommen hatte wie die Axt an Bord. Es folgt etwas wohlfeile Klassenkritik, über die Reichos ist man sich ja einig (wie sie auch über uns). Als die kapriziöse Bitch über Bord geht, tauscht sie ihren Charakter gegen eine retrograde Amnesie, neurologisch zwar Quatsch – die Persönlichkeit sitzt nicht einfach in den Erinnerungen –, hübsch erzählt bleibt es trotzdem. Pikanter dagegen, dass der grob gehobelte Mann hier zum Erzieher der Frau wird. Er lügt ihr vor, sie sei die seine. Sie, die sich an nichts erinnert, muss ihm glauben. Durch Arbeit lernt sie Demut, durch Demut Liebe. Das Motiv erinnert etwas an »König Drosselbart«, wenn man die Amnesie mal vergisst. Die Sache mit der Amnesie wieder erinnert an die Sache mit Henry. (fb)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.06.2026, Seite 14, Feuilleton

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